Umfrage: Challenger Banken – bald eine feste Grösse?

Knapp 70 Prozent der Bankkunden würden es für ein attraktiveres Mobile Banking mal mit einem anderen Anbieter versuchen. Das ergab eine Onlineumfrage, mit der wir das Marktforschungsinstitut CENSUSWIDE beauftrag haben. Rundum zufrieden mit ihrer aktuellen App sind nur rund 30 Prozent.

Wir haben 1.500 Konsumenten in der Schweiz und in Deutschland befragen lassen, um herauszufinden, wie sich das Angebot der sogenannten Challenger-Banken auf die Anforderungen der Bankkunden auswirkt. Das Ergebnis: Ein rundum zufriedenstellendes Mobile Banking ist ihnen sehr wichtig. Fast 69 Prozent der Befragten würden ein neues Konto eröffnen, um ihre finanzielle Gesamtsituation über alle Konten hinweg mit einem Blick auf das Smartphone überprüfen und ihre tägliches Banking jederzeit nebenher erledigen zu können. Besonders offen sind naheliegenderweise die Konsumenten, die ohnehin alles mit dem Smartphone erledigen: Mehr als Dreiviertel (76,7 %) der 25- bis 34-Jährigen würden eine neue Bankverbindung eingehen. Der Anteil der 35- bis 44-Jährigen ist nahezu identisch. Von den 16-24-Jährigen wären knapp 70 % dabei und selbst bei den 55-Jährigen und Älteren interessieren sich über die Hälfte für ein besseres Mobile Banking.

Ein Konto bei einer Mobile-Only-Bank? Warum nicht?

Lediglich 31,4 % aller Befragten sind rundum zufrieden mit ihrer aktuellen Banking App. Knapp 37 % aller Befragten erwägen sogar, in den nächsten zwölf Monaten ein Konto bei einer Mobile-Only-Bank zu eröffnen. Die neuen Player sind für ihr selbstbewusstes Auftreten bekannt. „Tired of analog banking? Go digital with Monzo!“ heißt es da etwa. Oder: „Are you always waiting for everyone to catch up with your fast pace? You won’t have to slow down for Revolut, the only financial partner that can keep up with today’s world.“ Oder aus Deutschland: „Why settle for a copy? Use N26, Europe’s first entirely mobile bank.“

Beim deutschen Flaggschiff N26 verursachte der aggressive, auf schnelle Innovationen ausgerichtete Kurs allerdings zuletzt Kollateralschäden. Da diese sowohl die Sicherheit als auch den Support betrafen, reagierten die Kunden verunsichert. Das spielt den etablierten Instituten in die Karten: Sie können sich als verlässliche Partner in Finanzdingen positionieren – mit einem offenen Ohr für die Anliegen ihrer Kunden und auf Herz und Nieren geprüften sicheren Prozessen. Das mag die Konsumenten den einen oder anderen Mangel an Komfort im Mobile Banking eine Weile tolerieren lassen. Mittelfristig erwarten sie jedoch eine Banking App, die den gleichen Komfort bietet wie Online Shopping oder die Buchung von Dienstleistungen über eine Plattform. Daran lassen die Ergebnisse unserer Umfrage keinen Zweifel.

 

Die Studie «Convenience first: Wie Challenger-Banken Lust auf Mobile Banking machen» von CREALOGIX wird Mitte Mai veröffentlicht. Sie können sich bereits jetzt hier kostenlos registrieren und erhalten die Studie per E-Mail zugeschickt, sobald sie verfügbar ist.

 

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