PPI Studie Digital Banking: „Marke Eigenbau“ muss nicht sein

Die PPI Studie liegt vor. PPI AG hat sich den deutschsprachigen Markt für Digital-Banking-Plattformen im Retail Banking näher angeschaut. Zu den sieben ausgewählten Lösungsanbietern zählt auch CREALOGIX. Die Ergebnisse der anonymen Studie zeigen: Der Reifegrad und die Qualität der Lösungen liegen deutlich über dem Durchschnitt.

Sieben Anbieter haben einen ausführlichen Fragenkatalog zu ihrem Angebot an Digital-Banking-Plattformen für den deutschsprachigen Raum für die Untersuchung ausgefüllt. Bei den Studienteilnehmenden handelt es sich, so die Autoren der Studie, um den „relevanten Teil des deutschen Marktes“. Als einer der Teilnehmenden dürfen wir behaupten, mit 1.200 Softwareinstallationen bei Banken, die grösste Erfahrung mitzubringen. Weitere Anbieter wie die 1982 gegründete „Softwaremanufaktur für Banken und Finanzdienstleister“, die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft und die seit 38 Jahren bestehende Misys Financial Software blicken auf eine lange Geschichte zurück. Der Technologiekonzern Infosys, gegründet 1981 in Pune (Indien), hat rund 200 Online-Banking-Installationen im Einsatz. Mit NDGIT – Next Digital Banking – war auch ein Newcomer mit dabei, der mit dem ehemaligen CREALOGIX-Manager Oliver Dlugosch über profundes Open-Banking-Knowhow verfügt. Das niederländische Unternehmen Backbase und die Schweizer Temenos Group komplettierten das Teilnehmer-Feld.

Umfassende digitale Customer Journey im Retail Banking

Zwar setzen wir mit unserer Kernkompetenz im Digital Banking hohe Maßstäbe, doch zeigt die Studie, dass sich alle sieben Plattformen sehen lassen können. Wenn auch einige der untersuchten Lösungen die eine oder andere Anforderung (noch) nicht abdecken. Alle Plattformen wie unser Digital Banking Hub bieten im Massengeschäft eine umfassende digitale Customer Journey, die meist auch die End-to-End-Kontoeröffnungsstrecke beinhaltet. Authentifizierungsfunktionalitäten wie die digitale Signatur und Video-Identifizierung werden häufig über Drittanbieter integriert.

Plattformen bieten mehr als Banking

Heute bieten individualisierbare Kunden-Cockpits eine umfassende Übersicht über die individuelle finanzielle Situation. Zu einem state-of-the-art Digital Banking gehören aber auch ein Personal Finance Management (PMF). Die Studie bescheinigt diesem „als kundenfreundliche Weiterentwicklung des Online-Bankings“ ein „Potenzial zur Schlüsselanwendung“. Multibanking wie auch Brokerage sind weitere integrale Bestandteile von Online-Banking-Plattformen. Bei allen Anwendungen spielt die Kommunikation zwischen Kunde und Bank eine wichtige Rolle. Pointiert heißt es in dem PPI-Papier: „Das Kommunikationsverhalten der Kunden ist mit dem Omni-Kanal-Prinzip zwar vielfältig, aber nicht beliebig. Die Wahl der Kommunikationskanäle gilt nur einseitig.“ Der Kunde bestimmt also, auf welche Art und Weise, über welchen Kanal und mit welchem Endgerät er wann mit dem Finanzinstitut in Kontakt tritt – die Digital-Banking-Plattform muss die Voraussetzungen dafür schaffen und beispielsweise „clever einen Online-Chat mit der Terminvereinbarung in der Filiale und mobilen Funktionen“ verknüpfen.

Modular und offen: Hauptsache, die Architektur stimmt

Zu unserer Philosophie gehört, dass wir unseren Kunden mit dem Digital Banking Hub eine Plattform bieten, in die er alle gewünschten Funktionen nach seinen Bedürfnissen integrieren kann. Die standardisierten, individuell kombinier- und anpassbaren Module des Digital Banking Hubs lassen sich über Programmierschnittstellen (APIs) mit allen erdenklichen Lösungen des Kunden oder auch von Drittanbietern erweitern. Auch in das Kernbankensystem, mag es auch noch so heterogen und in die Jahre gekommen sein, integrieren wir unsere Software über APIs.

Bye bye make – Digital-Banking-Plattformen sind meist die bessere Wahl

Zur „Make or bye“-Entscheidung äußern sich die Autoren der Studie eher zurückhaltend. Sie geben aber zu bedenken: „Die Eigenentwicklung beziehungsweise Weiterentwicklung der eigenen IT-Plattform ist für Banken mit einer gewachsenen IT-Infrastruktur erfahrungsgemäß sehr kosten- und ressourcenintensiv.“ In diesem Zusammenhang weisen sie hin auf „die häufig mangelnde Flexibilität und Modularität der aktuell verwendeten Software-Lösungen“. Zugleich zeigt die Untersuchung auf, dass es schon heute am Markt eine Reihe von ausgereiften, pragmatischen Lösungen gibt, die kein Problem damit haben, mit der Banken-IT zu „sprechen“. Es ist das Verdienst der Studie, das Potenzial von Digital-Banking-Plattformen im Detail dargestellt zu haben. Wir bedanken uns für die klug durchdachten Fragestellungen und die Studie selbst. Kompliment an die Macher bei PPI.

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