Digital Banking face to face: lebhafter Branchenaustausch in Köln

Am 22. Februar 2018 ging der CREALOGIX Branchentreff Digital Banking Breakfast in Köln in die zweite Runde. Mariusz C. Bodek, Senior Manager Digital Transformation bei der KPMG AG, ließ keinen Zweifel daran, dass die Transformation zur hybriden Bank für die Finanzinstitute alternativlos ist. Seine Thesen sowie überraschende Beispiele für Bankanwendungen, die den Kunden auf unterhaltsame Weise einen Mehrwert bieten, sorgten für Diskussionsstoff.

Wissen Sie eigentlich, wie viel Geld Sie jeden Monat bei Ihrem Lieblingsitaliener lassen, was Sie bei Amazon ausgeben und wie viel Ihnen Lesestoff, Musik und Kleidung Wert sind? Pi mal Daumen wahrscheinlich, aber wie wäre es, auf der Kontoübersicht zu allen abgebuchten Beträgen das Logo des Empfängers angezeigt zu bekommen? Oder was halten Sie davon, Ihre Ausgaben nach verschiedenen Schlagworten filtern zu können? Auch ab und an auf etwas zu verzichten, würde doch viel mehr Spaß machen, wenn Ihnen eine schöne Grafik anschaulich darstellt, wie Ihr Guthaben in den letzten Wochen gewachsen ist.

Make no mistake: Digital Transformation isn’t something you can spend a bunch of money on and check off a list – it’s about the future of your core business, the future of your customers and what they expect.

Mariusz C. Bodek

Vorzeigeprojekte: Customer Experience auf einer neuen Ebene

Kunden der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG können bereits heute auf all diese Funktionen zugreifen. Mehr als 1,1 Million Österreicher nutzen bereits das Digital Banking George, das sich über Plug-ins beliebig erweitern und individualisieren lässt. Mariusz C. Bodek hat es auf dem Digital Banking Breakfast am 22. Februar in Köln als Vorzeigeprojekt für eine neuartige Customer Experience im Retail Banking vorgestellt. Die polnische mBank wiederum setzt Maßstäbe als hybride Bank, indem sie herausragende Onlineservices mit einem außergewöhnlichen physischen Banking-Erlebnis kombiniert.

Die Reihe intelligenter Anwendungen, mit denen Kunden ihr Girokonto schmackhafter gemacht werden soll, ließe sich fortsetzen. Was auch immer einzelne Finanzinstitute sich vornehmen: Sie sollten jetzt damit beginnen. Mariusz C. Bodek zitiert Ian Schafer: “Innovation needs to be part of your culture. Customers are transforming faster than we are, and if we don’t catch up, we’re in trouble.” Mit Eigenentwicklungen, so der Experte für digitale Transformation, wird das kaum gelingen, weil es schlicht zu lange dauert.

Technologische Grundlage, um Hürden zu überwinden

Das mochten einige der in Köln anwesenden Branchenvertreter nicht so ohne weiteres hinnehmen: Lohnt sich die Digitalisierung für kleine Banken mit einem überschaubaren Kundenstamm überhaupt? Wo ansetzen und wie die Mitarbeiter ins Boot holen? Gerade jenseits der großen Städte, so die Banker, fehle es an qualifiziertem Personal für eine hybride Kundenberatung. Regularien wie MiFID II und PSD2 stellen die Institute rein technisch vor große Herausforderungen. Jessica Nastro, Technical Account Manager, ELAXY I CREALOGIX, zeigte auf dem Business Breakfast die Vorzüge des Digital Banking Hubs als Grundlage für eine skalierbare Digital-Banking-Umgebung auf.

Generell lohnt es sich für Banken, ihre Perspektive zu wechseln: Die digtiale Transformation bietet die Chance, endlich wieder Geld mit dem notwendigen, aber schlecht zu vermarktenden Girokonto zu verdienen – beispielsweise über Zusatzdienstleistungen, wie die österreichischen Sparkassen sie mit George anbieten. Als weitere Möglichkeit bietet sich an, die Angebote Dritter, Versicherungen etwa, über Open Banking zugänglich zu machen und Provisionen einzunehmen. Wir freuen uns darauf, die in Köln angestoßene lebhafte Diskussion darüber mit Ihnen, den Finanzpraktikern, fortzusetzen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet unsere Product Innovation Tour. Am besten Sie registrieren sich gleich für Frankfurt, Düsseldorf oder Hamburg!

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