Bankkundenbefragung Deutschland 2018: Der Markt ist reif für Open Banking

Um Näheres über den aktuellen Stand des Retail Bankings zu erfahren, haben wir eine Umfrage unter rund 1.000 Konsumenten zwischen 18 und 45 durchführen lassen. Das Ergebnis: Für Millennials ist das Digital Banking eine Selbstverständlichkeit. Allerdings halten sie ihre eigene Bank nicht unbedingt für vollkommen modern.

Eine Umfrage des Versicherungsportals Knip ergab, dass über 40 Prozent der Befragten ihr Bargeld im Kühlschrank verstecken. Wo auch immer es gebunkert wird: Bekanntlich lieben die Deutschen ihr Bargeld. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen der von uns in Auftrag gegebenen Onlinebefragung: Mehr als ein Drittel geht einmal in der Woche zur Bank, 8,5 Prozent besuchen diese sogar jeden oder jeden zweiten Tag. Wir gehen davon aus, dass die Kunden – mangels Zahlungsalternativen wie Mobile Payment – die Filiale so häufig besuchen, weil sie dort Bargeld abheben.

Teures Bargeld statt Mobile Payment

Die Banken kommt die Liebe ihrer Kunden zum Bargeld teuer zu stehen: Experten beziffern die Kosten rund um die Bargeldversorgung auf knapp 4,5 Milliarden Euro. Bezogen auf den Euro berichtet die WirtschaftsWoche: „Das Kleingeld aus Kupfer und Eisen, von dem in Europa 58 Milliarden Stück in Umlauf sind, ist ein Minusgeschäft. Das Prägen einer Ein-Cent-Münze kostet 1,65 Cent. Schon vor vier Jahren klagte der damalige EU-Kommissar Olli Rehn, die Euro-Staaten hätten bereits 1,4 Milliarden Euro draufgezahlt, weil sie an den Minimünzen festhalten.“ Die EZB gibt die jährlich anfallenden Kosten der Geldversorgung mit rund einem Prozent der EU-Wirtschaftsleistung an.

Während das Mobile und P2P (Peer to Peer) Payment zumindest in Deutschland noch auf sich warten lassen, gehört Digital Banking zumindest bei der jüngeren Generation zum Alltag.  Für vier Fünftel der Teilnehmer der Bankkundenbefragung ist es das Mittel der Wahl, wobei das Banking am Rechner (mehr als 50 Prozent) dem Mobile Banking (rund 27 Prozent) vorgezogen wird. Allerdings sind die Millennials durchaus mit dem Mobile Banking vertraut. Sie informieren sich per Smartphone über ihren finanziellen Status und lösen Transaktionen aus.

Über 66 Prozent hätten gerne eine einzige App auf ihrem Endgerät, mit der sie auf sämtliche Finanzinformationen zugreifen können. Im Open Banking liegt also durchaus Potenzial. Realisieren können Finanzinstitute entsprechende Konzepte mit einer Mobile Application Platform, die eigene und fremde Anwendungen orchestriert und innerhalb einer sicheren Bankenumgebung bündelt. Weitere moderne Technologien wie Chatbots und Biometrie werden noch wenig nachgefragt. Hier empfiehlt es sich, den Kunden praktisch vor Augen zu führen, welchen Nutzen ihnen diese Technologien bringen könnten.

Generell schöpfen die Finanzinstitute heute die Möglichkeit noch nicht voll aus, sich als Taktgeber eines modernen Bankings zu positionieren. Weniger als 40 Prozent der Befragten halten ihre Bank für vollkommen up to date. Dabei ist jedes Institut gefordert, bei seinen eigenen Stärken anzusetzen, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren. Wir bieten dazu nicht nur einen umfangreichen Baukasten an Softwarelösungen, sondern beraten Unternehmen auch dabei, individuell ihre Zukunftsfähigkeit zu stärken.

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Ergebnisse der Bankenumfrage 2018

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